• Herzlich Willkommen

 
     
 

Geschichte

 
ca. 5000 v. Chr.
Jungsteinzeitliche Siedlung (linienbandkeramische Kultur) auf dem Gebiet der Gemarkung Mertloch
ca. 1500 v. Chr.
Prähistorische Funde aus der Bronzezeit belegen eine Besiedlung auch bereits zu dieser Zeit
 
ca. 600 n. Chr.
Frühmittelalterliche Siedlungsstätte mit Reihengräbernfeld am Künzerhof
964
In einer Urkunde wird Mertloch erstmals erwähnt. Es geht hier um die Vergabe eines Lehens von zwei Hufen, die Erzbischof Heinrich von Trier von seinen Vasallen Sigibodo und Arnold in "villa Martiliaco" erhält um sie dem Stift Münstermaifeld zu schenken. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dieses Jahr auch das Gründungsjahr des Ortes benennt.
1229
Mertloch kommt unter die Herrschaft des Grafen Philipp von Virneburg. Dieser erhält in einem Erbvergleich die Vogteien zu Mertloch und Einig.
1307 – 1354
Zur Zeit der Herrschaft Erzbischofs Balduin von Trier wird Mertloch kurtrierisch.
ca. 1318
Romanische Pfeilerbasilika in Mertloch, zunächst wahrscheinlich mit flacher Innendecke, später dreischiffig und querschifflos. 1879 wird die Kirche um ein Joch nach Westen erweitert und mit einem neuen Turm versehen.6 Sie steht heute unter Denkmalschutz.
1584
Die sog. "Burg von Mertloch" (heutige "Alte Remise") gehört jetzt "Junker Johannes Schnetz zu Grenzau", der in seinem Testament sein ganzes Vermögen nebst Bargeldern zu Gunsten der Armen des Kirchspiels7 von Mertloch vermachte.
1585 wird er im Seitenschiff der Kirche beigesetzt.8 Auf der Steinplatte seines Grabes wird er als betender Ritter dargestellt. Die Platte befindet sich heute an der Außenwand des Anwesens Ihrig am Durchgang zwischen dessen Haus und dem Ausgang der Sakristei.
1635–1637
Während des Dreißigjährigen Krieges besetzen Franzosen und Schweden die Stadt Koblenz und die Festung Ehrenbreitstein.
Die Truppen des römisch-deutschen Kaisers, die sie bekämpfen, nehmen ihr Amt im kurtrierischen Münstermaifeld und plündern und verwüsten die Gegend. Von 1632 bis 1638 wird die Mertlocher Bevölkerung von 60 auf 19 dezimiert.
1794
Nach dem Sturm auf die Bastille in Paris (14. Juli 1789) kommt es bald zum Krieg zwischen Frankreich und Österreich. Die Franzosen besetzen bis 1794 das linke Rheinland. Mertloch wird französisch und Hauptort einer Mairie (Sitz der Bürgermeisterei wird die alte Schule an der Kirche) im Kanton Polch. Zu ihr zählen die Orte Mertloch, Kollig, Dreckenach, Einig, Gappenach, Gering , Naunheim, Kehrig und Rüber.
1815
Laut Beschluss des Wiener Kongresses kommen die Preußen nach dem Sieg über Napoleon an den Rhein und etablieren dort die "Rheinprovinz". Mertloch gehört von da an zum Regierungsbezirk Koblenz, zum Landkreis Mayen und zur Bürgermeisterei Polch.(11)
1868
Jüdische Familien aus den Orten Kollig, Gappenach, Mertloch, Naunheim, Polch, Münstermaifeld, Pillig und Wierschem kaufen ein großes Grundstück bei Mertloch, um einen jüdischen Friedhof anzulegen.
 
  1895
Aufnahme des Schulbetriebs in der "neuen Schule" (drei Klassenräume und eine Lehrerwohnung)13, späteres Land-gasthaus "Lehrer Lämpel"), Ecke Bahnhofstraße / Kirchstraße.
1913/14
Bau des Mertlocher Bahnhofs
  15. 03. 1916
Durch die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Polch - Münstermaifeld wird Mertloch an den öffentlichen Eisenbahnverkehr angeschlossen. Der Personenverkehr läuft bis 1961. Die Bahnstrecke bleibt bis 1983 für den Gütertransport in Betrieb.
09. 11. 1918
Ende des Ersten Weltkrieges - Die deutschen Truppen räumen innerhalb von 25 Tagen das linke Rheinufer, das zur entmilitarisierten Zone wird. In Mertloch rücken am 07. Dezember 1918 amerikanische Besatzungstruppen ein. Nach dem Einmarsch belgischer und französischer Truppen ins Ruhrgebiet am 01.01.1923 verlassen die Amerikaner aus Protest ihre Zone. Die Franzosen rücken nach und bleiben bis zum 01. Dezember 1929.
 
1920
Die Christliche Volkspartei wird als Splitterpartei von Zentrumsanhängern (Partei der katholischen Bevölkerung, bereits im Kaiserreich gegründet) des Rheinlandes gegründet. Die Hauptanhänger der Partei kommen aus den landwirtschaftlichen Vereinen, deren Führer sich bei der Kandidatenaufstellung für das Zentrum nicht haben durchsetzen können. So z.B. der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Mayen, Landwirt Johann Remmel aus Mertloch, der zum Spitzenkandidat der CVP für den Wahlkreis 21 (Hessen-Nassau) nominiert wird.1
1921/22
Errichtung des Kriegerdenkmales des Ersten Weltkrieges an der Kirche
 
1926
Einsegnung/Einweihung der "Kinderbewahranstalt mit Schwesternheim" St. Josef der Heilig-Geist-Schwestern des Marienhofes Koblenz
30. 01. 1933
Tag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler: "In Mertloch ist am Abend Fackelzug, alle Vereine und die Schulkinder ziehen begeistert mit. Im Hotel Geisen ist eine Saalfeier. Diese Feier war der Auftakt der neuen Zeit."1
 
09. 11. 1938
Reichspogromnacht auch in Mertloch. Die jüdische Synagoge von Mertloch entgeht allerdings der Zerstörung, weil sie bereits seit 1936 als Wohnhaus dient.
02. 02. 1941
"Abbruch der alten Schule …. (an der Kirche). Bis zum Jahre 1895 wurde sie als solche benutzt… Von 1817 ab gingen die Kinder von Mertloch und Einig hierher zur Schule. 1840 wurde ein zweiter Schulsaal gebaut. … Im Herbst1940 fiel ein Teil der Front ein. Die Gemeinde beschloß nun den Abbruch, um so den Kirchplatz freizulegen."
02./03. 09. 1941
Britische Flugzeuge bombardieren Mertloch.
1945 - 1947
Deutschlands wird 1945 in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Mertloch gehört zur französischen Zone.
30. 09. 1951
Einweihung des heutigen Kriegerdenkmales an der Kirche
25. 05. 1953
Glockenweihe – "Durch den Krieg mussten drei Glocken abgegeben werden. Durch die Initiative unseres Herrn Dechanten (Ehses) konnten am Pfingstmontag 1953 drei neue Glocken geweiht werden. … Die Glocken ges, as und b passen sich gut der erhaltenen es-Glocke harmonisch an."
  1958
Umbenennung der Ortsstraßen – Hierzu wird eine Kommission gebildet, die Vorschläge ausarbeiten soll. Der Kommission gehören die Ratsmitglieder Jakob Bach, Johann Mohr und Erich Krechel sowie Pfarrer Ehses an.
28.08./04.10.1968
Aufnahme des Unterrichtsbetriebs und Einweihung der neuen Volksschule St. Martin. Am 01.08.1987 erhält die Schule den Status einer "organisatorisch verbundenen Grund- und Hauptschule".
  07. 11. 1970
Kommunale Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz – Einrichtung der Verbandsgemeinde Maifeld mit Sitz in Polch, zu der Mertloch seitdem gehört.
1977
Die letzten der Heilig-Geist-Schwestern
vom Marienhof verlassen das Kloster
 
1980
Grundsteinlegung und Bau
des neuen Kindergartens
1989
Einweihung des Rad- und Wanderweges auf der ehemaligen Bahntrasse
2002
Einweihung des neuen Bürger-
und Feuerwehrgerätehauses
auf dem Dorfplatz
2005
Erster Maifelder Bauernmarkt in Mertloch
 
  2007
Eröffnung des Wasserspielplatzes am Bahnhof
2011
Einweihung des Kunstrasenplatzes an der Schule
 
  2013
Mertloch begeht seine 1050-Jahr-Feier
zusammen mit dem 5. Maifelder Bauernmarkt